Partnerschaftstreffen 30.08 – 03.09.2017 Es ist wie „nach Hause kommen“!

Der Besuch des Kulturvereins Oberasbach in seiner Partnerregion im Limousin, war heuer wieder wie „ein nach Hause kommen“. So jedenfalls hat es unsere Bürgermeisterin Birgit Huber beim Gala-Diner zum 15jährigen Jubiläum am Freitag, 1. September 2017 ausgedrückt.

Am Mittwoch, 30. August ging es los. Treffpunkt: Um 6 Uhr am Hans-Reif-Sportzentrum. Erkennbar nichts für einige Nachteulen! Nach den üblichen Pausen und kleineren Staus sind wir dann um kurz vor 16 Uhr in Besançon angekommen. Der Ausflug mit dem Schiff fällt wetterbedingt leider aus. Das Dreigänge-Menü in einem zauberhaften Restaurant im Jugendstil entschädigt schließlich auch den Rest für die Unbilden des Wetters.

Am zweiten Tag machen wir einen Zwischenstopp in Paray le Monial, einer Abtei, die seit dem frühen Mittelalter besteht.  Am Abend erreichen wir dann Thouron wo wir von Gastfamilien begrüßt werden.

Freitag, 1. September, unser Ziel heißt Brantôme.  Das Venedig des Perigord mit Besuch der in den Felsen gebauten Abtei und/oder dem Gang über den. Danach Gings zum Mittagessen in die Auberge de la Truffe (Gasthof zu den Trüffeln!) in Sorges, französische Gaumenfreuden in Reinkultur. Am Abend trafen wir uns dann zum Gala-Diner anlässlich des 15jährigen Jubiläums. Besonders gut kam bei der Veranstaltung unser Buch, Oberasbach verbindet, an.

Am Samstag  hatten unsere Gastgeber ein Picknick am Lac de Saint-Pardoux gepant. Aber wie heißt es im Limousin: „Es regnet!” „Es hat geregnet!” oder „Es wird regnen!“ und so wurde das Picknick ein Opfer des Wetters. Ausweichziel war das Museum in Châteauponsac  mit zahlreichen sehr interessanten Exponaten. Und noch eine Besonderheit, im Museum ist eine Kopie des „Goldhutes aus Etzelsdorf“ zu sehen, das Original gibt es im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Den Nachmittag verbrachten wir zusammen mit unseren Gastfamilen.

Bevor wir am Abend eine Aufführung des Musicals “Mademoiselle Marie” der Cadolzburger Burgfestspiele in einer Sporthalle in Oradour besuchten. Es war tief beeindruckend, dass es etwas mehr als 70 Jahre nach dem Kriegsende möglich war, am Ort eines der schlimmsten deutschen Kriegsverbrechen ein deutsches Musical, im Beisein des letzten Überlebenden, Robert Hebras, aufzuführen. Den Höhepunkt bildete Beethovens Ode an die Freude, die europäische Hymne. Unsere französischen Gastgeber haben den Text liebevoll ins Französische, Englische und Italienische übersetzt, ein Gänsehauterlebnis.

Die Heimreise war zwar etwas strapaziös, weil wir die Strecke in einem Rutsch durchführen bewältigen mussten. Aber es war die Gelegenheit, die vielen Eindrücke einzuordnen oder schlicht etwas zu entspannen. Zwischendurch haben einzelne Mitreisende etwas für die Unterhaltung getan. Für alle fünf unvergessliche Tage.

Comments are closed.


-->